Stiftung Fritz und Maria Koenig

Fritz KoenigFritz Koenig schuf im Verlauf der Jahrzehnte ein ungeheuer reiches, vielfältiges Werk, das er durch glückliche Fügung auch immer in repräsentativen Güssen bei sich auf seinem weitläufigen Landsitz Ganslberg halten konnte. Darüber hinaus versammelten und versammeln sich im Besitz des Bildhauers unendlich viele Bildwerke unterschiedlichster Kultur- und Zeiträume, deren Qualität und Vielfalt Zeugnis von der lebenslangen Lust am Sammeln geben.
Obgleich die weltweit renommierte Sammlung afrikanischer Stücke einen klaren Sammlungsschwerpunkt bildet, greift die gesamte koenigliche Sammlung ungeheuer weit aus.

Der Grundgedanke einer Stiftung lag für Fritz und Maria Koenig in der Erkenntnis, dass der Ganslberg in seiner ursprünglichen Gestalt als vollendeter, in sich gerundeter Lebens- und Kunstraum für die ferne Zukunft nicht zu konservieren ist. Weder Milieu noch originale Haptik, wesentlich gerade für die Wahrnehmung eines bildnerisch geschulten Menschen, sind über die Grenzen der Zeit zu retten. Das Ineinandergreifen von bildnerischem Schaffen, Aufbau der Sammlungen und Araberzucht in einer bäuerlichen Lebensstruktur bedingt sich untereinander, bildet ein in sich geschlossenes System. Selbst die Bildwerke Afrikas wurden, bei aller individuell gewährten Autarkie, von der Welt des Ganslberg aufgenommen. Fritz Koenig selbst spricht davon, dass in diesem Lebensbereich "alles allem gedient habe."
Vor diesem Hintergrund schloss das Ehepaar Fritz und Maria Koenig 1993 einen Vertrag mit der Stadt Landshut mit dem Ziel der Errichtung einer rechtsfähigen öffentlichen Stiftung des bürgerlichen Rechts. Damit übertrugen sie ihren gesamten Besitz der Stiftung. Die Stadt Landshut erklärte im Gegenzug ihre Bereitschaft, das Museum zu bauen und zu unterhalten.